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Lexicon musicum Latinum medii aevi (LmL)

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Press Commentary

... da nun den Lemmata ‚concordantia‘ und ‚consonantia‘ die Lemmata ‚discordantia‘ mit der Nebenform ‚discordia‘, ‚discrepantia‘ und ‚dissonantia‘ (Sp. 1016-1027 und 1039-1054) gegenüberstehen, eröffnet sich das für die Befassung mit Musik sowohl als durchdachter Struktur wie als unmittelbare Praxis zentrale Diskussionsfeld. ... Läßt man die Fülle der Zitate an sich voübergehen und versucht, sie jeweils an konkret erklingender Musik zu vergegenwärtigen - an einer Melodie des Gregorianischen Chorals, an einem ‚organum‘ aus dem Notre Dame-Repertoire, an einer Motette von Guillaume de Machaut, an einer Messe von Josquin Desprez ..., so ergibt sich die eigentlich banale Feststellung, dass in jenen musikalischen Konkretionen genau dasselbe spannungsreiche Erklingen vergegenwärtigt wurde, das eine Fuge von Bach, eine Sinfonie von Bruckner und eine Ballettmusik von Strawinsky zum Ereignis macht. Konzentriert man sich auf die Sache, so läßt sich an die in den Einzelnachweisen dokumentierten Überlegungen nahtlos das Kapitel ‚Konsonanz und Dissonanz‘ aus der Harmonielehre von Arnold Schönberg (zuerst Wien 1911) anfügen ...

Andreas Traub in: Mittellateinisches Jahrbuch 42/2, 2007, S.290-291

„... Über solchen kritischen Detailbemerkungen
sollte man freilich nicht die Tatsache aus den
Augen verlieren, daß hier ein Standardwerk der
musikbezogenen Mittelalter-Forschung im Ent-
stehen begriffen ist, dessen bislang erschienene
Teile schon jetzt zur Basisbibliothek jedes Musik-
historikers gehören (sollten). Gleiches läßt sich
vom Quellenverzeichnis und vom Literatur-
verzeichnis sagen, ...“
Wolfgang Hirschmann in: Musiktheorie 17 (2002), p. 89–90

„This is a work that no scholar of medieval music
theory can afford to be without“
Leofranc Holford-Strevens in: Plainsong and Medieval Music 9 (2000), p. 181–185

„Mit diesem Faszikel wird endgültig klar, daß es Michael Bernhard
und seinen Mitarbeitern gelungen ist, ein sehr hohes Maß an
Vollständigkeit und Sorgfalt zu erreichen. Diese ersten Artikel
sind so umfangreich, die chronologische Abfolge ist so gut belegt,
und die Definitionen sind so übersichtlich sortiert, daß sie mitunter
kleinen Wortgeschichten gleichkommen. Zumindest für die wichtig-
sten Begriffe liefert das Lexikon die Basis zukünfiger terminolo-
gischer Forschung. Solche Forschung wird sich aber für die weniger
bedeutenden Begriffe wohl kaum noch lohnen. ...
Man kann schließlich nur hoffen, daß das ‚auf säurefreiem, aus
chlorfrei gebleichtem Zellstoff hergestelltem Papier’ so lange
haltbar ist wie der Inhalt dieses Lexikons, das in der mittelalter-
lichen Musiktheorie völlig neue Maßstäbe setzt.“
Keith Falconer in: Musiktheorie 12/2 (1997), p. 178–179

„L'exhaustivité et la rigueur rédactionnelle des notices font
dès à présent du Lexicon musicum Latinum un outil majeur
pour l'étude de la théorie de la musique médiévale.“
Christian Meyer in: Revue de Musicologie 82/2 (1996), p. 364

„... a splendid accomplishment, one that
augurs well for the work as a whole.“
Ruth Steiner in Speculum (1993), p. 722